| |
| Ein Wohnhaus aus der wilhelminischen Kaiserzeit mitten in Krefeld. |
|
 |
|
Melanchtonstraße 42 bis 46
Die dreigeschossige Wohnhausgruppe wurde um 1910 errichtet.
Die Erhaltung der Gebäude war insbesondere deswegen angezeigt, da sie als typische Vertreter ihrer Entstehungszeit anzusehen sind, die bau- und siedlungsgeschichtliche aber auch sozialgeschichtliche Bedeutung haben.
Die hohen Quaderputzbauten sind traufseitig jeweils mit einem hohen Mittelgiebel übergiebelt, der bei den Häusern 42 und 44 geknickt und bei Haus 46 geschweift ist.
Die hochrechteckigen Originalfenster sind in den Oberlichtern mit einer doppelreihigen kleinteiligen Sprossung versehen.
Die Gebäude Nr. 42 und 44 sind mit im 1. Obergeschoss beginnenden und in Traufhöhe endenden dreiachsigen Erkern betont. Das Gebäude Nr. 46 weist zwei einachsige Erker auf, die ebenfalls über dem Erdgeschoss ansetzen und in Traufhöhe als Balkon enden. Die beiden Erker werden im 1. und 2. Obergeschoss durch Balkone miteinander verbunden.
Das Gebäude ist Zeugnis für den großzügig bemessenen Mietwohnungsbau im 1. Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Es dokumentiert auch aufgrund der noch vorhandenen Ausstattung (Marmorböden und Wandverkleidungen im Eingangsbereich des Erdgeschosses) die Lebens- und Wohnverhältnisse des gehobenen Bürgertums der wilhelminischen Kaiserzeit.
|
|
|